
Am 8. Mai 2025 versammelten sich rund 100 Bürgerinnen und Bürger am Kriegerdenkmal auf dem Friedhof in Creußen, um gemeinsam dem 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs zu gedenken.
Die feierliche Veranstaltung stand ganz im Zeichen der Erinnerung an die Opfer von Krieg und Gewalt sowie der Mahnung zum Frieden: Denn „Nie wieder - ist jetzt!“.
Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter örtlicher Organisationen nahmen an der Zeremonie teil, z. B. der Freiwilligen Feuerwehren, der Schützenvereine und der Soldatenkameradschaft Creußen und Umgebung. Mit Fahnenabordnungen wurde den Gefallenen und Vermissten gedacht.
In seiner Ansprache würdigte Bürgermeister Martin Dannhäußer die Bedeutung dieses historischen Datums. „Ja, der 8. Mai 1945 war ein Tag der Befreiung: Der Krieg war endlich zu Ende, der unseren Kontinent verwüstet hat, in dem die Juden Europas ermordet wurden, in dessen Verlauf Millionen von Soldaten und Zivilisten starben, in dessen Folgen in vielen Ländern Millionen Menschen aus ihrer Heimat vertrieben wurden, als dessen Ergebnis Europa - mitten darin Deutschland - ein halbes Jahrhundert geteilt war. Es gab keine Stunde null, aber wir hatten die Chance für einen Neubeginn.“, betonte er. Außerdem: „Es gibt kein Ende des Erinnerns. Es gibt keine Erlösung von unserer Geschichte. Denn ohne Erinnerung verlieren wir unsere Zukunft.“ Mit diesem Satz machte er nochmals deutlich, dass Erinnerungskultur in Hinblick auf die politischen Entwicklungen in aller Welt heutzutage wichtiger denn je ist.
Musikalisch begleitet wurde die Gedenkfeier vom Posaunenchor Creußen. Des Weiteren gab es eine ökumenische Andacht, die von Pfarrer Achim Peter, Katharina Lurz und Pastor Holger Kerschbaum gestaltet wurde.
Die würdige und stille Atmosphäre der Gedenkfeier unterstrich die Bedeutung dieses Tages – insbesondere auch für die Stadt Creußen, wo ebenfalls die Nationalsozialisten regiert und dabei Menschen aus anderen Nationen ausgenutzt und gefoltert haben.
Das gemeinsame Gedenken machte deutlich: Auch acht Jahrzehnte nach Kriegsende bleibt die Erinnerung lebendig.

