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Bericht aus dem Rathaus Schnabelwaid
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, zu Beginn des neuen Jahres möchte ich Ihnen wieder einige wichtige Daten unserer Gemeinde mitteilen und kurz auf das vergangene Jahr zurückblicken.

Mit Stand vom 05.12.2025 waren in Schnabelwaid 1001 Einwohner gemeldet, davon 958 mit Haupt- und 43 mit Nebenwohnsitz. Geburten gab es 9, aber auch 7 Sterbefälle.


Im Neubaugebiet „Storchennest“ wird fleißig gebaut. Etliche Häuser sind mittlerweile schon bewohnt. Eine bunte Mischung aus Paaren, jungen Familien, Zugezogenen und Schnabelwaidern. Alle Parzellen, auf die die Gemeinde zugreifen kann, sind vergeben oder derzeit reserviert.


Unser Kindergarten „Storchenwiese“ wird aktuell von 77 Kindern besucht. Krippe, Kindergarten und Hort sind voll belegt. Im Schuljahr 2025/26 werden an der Grundschule Schnabelwaid derzeit 37 Kinder in 2 Kombiklassen unterrichtet, mit weiter steigender Tendenz in den kommenden Jahren.


2025 hat der Marktgemeinderat insgesamt 12-mal getagt. 124 Tagesordnungspunkte wurden behandelt, 42 Beschlüsse wurden gefasst, 40 davon einstimmig. Während der Ferienzeit kam einmal der Ältestenausschuss zusammen und zweimal traf sich der Rechnungsprüfungsausschuss.


Der Haushalt der Marktgemeinde Schnabelwaid für das Jahr 2025 umfasst ein Gesamtvolumen von 6.085.365,00 €. Der Verwaltungshaushalt beläuft sich auf 3.040.565,00 €, während für den Vermögenshaushalt 3.044.800,00 € vorgesehen sind. Durch geplante reguläre Tilgungen und eine zusätzliche Sondertilgung konnte die Gesamtverschuldung im Rahmen gehalten werden. Neue Kredite waren – wie bereits im Vorjahr – nicht erforderlich. Zum Jahresende ergibt sich damit ein voraussichtlicher Schuldenstand von 2.385.207,34 €, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 2.469,16 € entspricht.


Im Verwaltungshaushalt gelang es, die laufenden Einnahmen so zu gestalten, dass sie die Ausgaben decken. Dies ist vor allem der konsequenten Ausrichtung auf Pflichtaufgaben und einer strikten Haushaltsdisziplin zu verdanken. Dadurch können voraussichtlich 241.940,00 € dem Vermögenshaushalt zugeführt werden. Größere freiwillige Maßnahmen wurden zurückgestellt, um ausreichend Spielraum für notwendige Investitionen und steigende laufende Kosten zu behalten.


Die finanzielle Situation der Marktgemeinde bleibt dennoch herausfordernd. Die Ausgaben im Bereich der Pflichtaufgaben steigen stetig. Nach einer deutlichen Erhöhung des vorläufigen Kreisumlagesatzes auf 47 %, muss die Gemeinde 515.266,17 € an den Landkreis Bayreuth abführen, rund 63.463,00 € mehr als im Vorjahr. Der Freistaat Bayern unterstützt die Gemeinde 2025 im Rahmen der Stabilisierungshilfen mit 60.000,00 € (Säule 1 – Schuldentilgung) und 5.000,00 € (Säule 2 – Investitionshilfe).


In seiner Dezembersitzung hat der Marktgemeinderat einstimmig beschlossen, einen Antrag an die Juragruppe Zweckverband Wasserversorgung auf Aufnahme als Vollmitglied zu stellen. Ebenfalls im Dezember hat der Verbandrat der Juragruppe der Aufnahme Schnabelwaids zugestimmt. Dies kann frühestens 2027/2028 nach der Sanierung unseres Leitungsnetzes erfolgen. Die voraussichtlichen Kosten belaufen sich auf fast 7,5 Millionen €. Der Freistaat hat der Marktgemeinde dafür Fördermittel in Höhe von 5,2 Millionen € zugesagt.


Diese Maßnahmen sind notwendig, um gesetzliche Anforderungen zu erfüllen und langfristig die Versorgungssicherheit bei einem bezahlbaren Wasserpreis zu gewährleisten. Größere Investitionen stehen auch im Bereich der Abwasserentsorgung an. Auf längere Sicht müssen die drei gemeindeeigenen Bahnbrücken saniert werden. Die energetische Sanierung der Außenhaut und des Daches mit gleichzeitiger Installation einer Fotovoltaikanlage wurde abgeschlossen. Die Marktgemeinde konnte dafür auf eine 90%-Förderung zugreifen. Es besteht aber noch weiterer Sanierungsbedarf. Alle diese Maßnahmen sind nur mit hohen Kosten umsetzbar. Gleichzeitig bleibt es eine zentrale Aufgabe, den Verwaltungshaushalt weiter zu stabilisieren, damit zukünftige Investitionen ohne übermäßige Kreditbelastungen umgesetzt werden können. Die Marktgemeinde wird daher auch 2026 großen Wert auf eine realistische Finanzplanung, eine sorgfältige Priorisierung und eine enge Abstimmung mit den Aufsichtsbehörden legen. Ziel ist es, trotz der angespannten Rahmenbedingungen handlungsfähig zu bleiben und die Lebensqualität in Schnabelwaid nachhaltig zu sichern.


Die Baumaßnahmen für den Windpark am Kitschenrain haben begonnen. Die ersten Windräder sollen sich ab dem Jahr 2027 drehen und durch den sogenannten Windpfennig und Gewerbesteuer der Gemeinde neue Einnahmequellen erschließen.


Im Mai 2026 bekommt Schnabelwaid einen neuen Bürgermeister. Meinem Amtsnachfolger wünsche ich schon heute eine glückliche Hand zum Wohle aller Schnabelwaiderinnen und Schnabelwaider.


All denen, die mit ihrem ehrenamtlichen Engagement unser Dorfleben im vergangenen Jahr und in den fast 20 Jahren meiner Amtszeit mitgestaltet haben, sage ich ein herzliches Dankeschön und Vergelt’s Gott. Vielen Dank auch den Beschäftigten der Marktgemeinde und der Verwaltungsgemeinschaft Creußen für ihren unermüdlichen Dienst und nicht zuletzt allen Marktgemeinderätinnen und -räten für ihren Einsatz zum Wohle unserer Gemeinde.



Ich wünsche Ihnen allen ein erfolgreiches und vor allem

ein gesundes neues Jahr 2026!




Ihr                                                                                                     

Hans-Walter Hofmann

1. Bürgermeister                                                                



Alle wichtigen Informationen finden Sie stets aktuell auf unserer Homepage unter www.markt-schnabelwaid.de!

Foto: Reinhard Hagen